Definition der Geoinformationssysteme
Definition der Geoinformationssysteme
Die zunehmende Erfassung und Anwendung von raumbezogenen Daten in den Geo-Disziplinen wie z.B. Geodäsie, Geographie, Geologie und Ökologie – hier seien nur einige genannt – kann ohne den vermehrten Einsatz von elektronischen Hilfs- mitteln sowie neuen Methoden nicht mehr bewältigt werden. Bedingt durch die schnelle Entwicklung der Computertechnologie sind die Methoden und die Produkte der geometrischen und graphischen Datenverarbeitung wesentlich ausgebaut worden. Dies hat zu den Raumbezogenen Infomationssystemen (RIS) geführt, die in der Lage sind, geometrische Informationen (Vektor- und Rasterdaten) sowie thematische Sachverhalte (Sachdaten oder Attribute) simultan vorzuhalten und zur Problemlösung heranzuziehen. Eine andere Bezeichnung für diese Informationssysteme ist mit dem Begriff Geo-Informationssysteme (GIS) gegeben, der mittlerweile sehr populär und fest etabliert ist.
Definition
Ein Geo-Informationssystem ist ein rechnergestütztes System, das aus Hardware, Software, Daten und deren Anwendungen besteht. Mit ihm können raumbezogene Daten digital erfasst, gespeichert, reorganisiert, modelliert und analysiert sowie alphanumerisch und geographisch präsentiert werden.
Die Bereitstellung und Anwendung von Geo-Informationssystemen trägt zu einem enormen Wandel im Umfeld der jeweiligen Disziplin bei. Dadurch ändern sich klassische Tätigkeitsfelder und gestatten die Lösung von anspruchsvollen, komplexen Aufgabenstellungen. Diese Umorientierung führt ebenso zu einem interdisziplinären Austausch und Zusammenwirken der einzelnen Fachbereiche. Der Umgang mit Geo-Informationssystemen setzt einen umfassenden Kenntnisstand ihrer zugrundeliegenden Inhalte und Strukturen voraus. Diese Systeme können nur dann effizient eingesetzt werden, wenn dem Nutzer ihre Möglichkeiten und auch Grenzen bewusst sind.