Verkehrsbau

Die Anforderungen im Verkehrsbau lassen sich in 4 Abschnitte gliedern.

  • vermessungstechnischen Leistungen beim Entwurf der Verkehrswege
  • Leistungen zur Absteckung der projektierten Varianten
  • Leistungen zur Absteckung und Überwachung der zu erstellenden Brücken- oder Tunnelbauwerke
  • Fortführung der Eigentumsrechtlichen Verhältnisse ( Straßenschlussvermessung )

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Anforderungen für vermessungstechnische Leistungen beim Entwurf von Straßen

Die Gestaltung der verschiedenen Verkehrswege erfolgt nach unterschiedlichen Projektierungsgrundsätzen. So werden die Eisenbahntrassen meist nach der festgelegten Geschwindigkeit unter Minimierung der Bau- und Betriebskosten projektiert. Es entstehen oft sehr "steife" Linienführungen, die jedoch vom Reisenden nicht wahrgenommen werden. Komplizierter sind die Anforderungen, die man an eine Straße stellen muss. Sie soll

  • die einzelnen Orte auf dem kürzesten Wege verbinden,
  • so gestaltet und dimensioniert sein, dass sie das Verkehrsaufkommen ohne Behinderung bewältigt,
  • der Eigenart der Fahrzeuge angepasst sein,
  • der Verhaltensweise der Kraftfahrer entsprechen, d. h. fahrpsychologisch richtig gestaltet sein,
  • sich gut in das Gelände einfügen (ästhetischer Gesichtspunkt),
  • die Forderungen des Umweltschutzes weitestgehend berücksichtigen (ökologischer Gesichtspunkt),
  • technisch einfach herstellbar sein,
  • so gestaltet werden, dass die Bau- und Betriebskosten ein Minimum bilden.

Der Entwurfsingenieur hat nun die schwierige Aufgabe, die sich teilweise widersprechenden Anforderungen zu optimieren. Dazu benötigt er ein Modell der Erdoberfläche im Bereich der zu projektierenden Trasse. Der Vermessungsingenieur muss zu diesem Zweck den entsprechenden Geländestreifen messtechnisch erfassen und als Modell ( Digitales Geländmodell ) darstellen. Es handelt sich um ein Modell vom messtechnisch erfassten Geländeteil, das nur genähert die wirklichen Verhältnisse widerspiegelt, allerdings je nach Anforderung der Wirklichkeit entsprechend angepasst werden kann.

Digitales Geländemodell

Unserer Büro setzt zur Erzeugung von digitalen Geländemodellen das Programm DGM der Firma HHK ein. Es ist für dreidimensionale Geländedaten beliebiger Herkunft und zur Bewältigung großer Datenmengen konzipiert.

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aufgenommene detaillierte Höhenpunkte

Aus den gemessenen Geländedaten wird zunächst das digitale Geländemodell mittels mathematisch exakt definierter Formeln interpoliert. Dieses Modell dient dann als Grundlage für alle weiteren Anwendungen, wie beispielsweise zur Erstellung von:

  • Profilen
  • Höhenraster und Höhenlinien
  • Perspektiven
  • Volumenberechnungen

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definierte Bruchkanten aus dem sog. Kroki

Die so erzeugten Modelle bzw. Ansichten lassen sich u.a. im DXF- oder ASCII-Format erstellen, um zur weiteren Bearbeitung in andere Programmsysteme eingelesen zu werden.

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generierte Dreiecksvermaschung mit Hilfe von HHK DGM

Gleichzeitig lassen sich an beliebiger Stelle ohne großen Aufwand automatisch Profile über beliebigen Horizonten erzeugen.

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generierte Höhenlinien mit Hilfe von HHK DGM

Erdmassenberechnung

Erdmassenberechnungen dienen der Ermittlung eines wirtschaftlichen Entwurfs der geplanten Verkehrswege und zur Kostenermittlung. Durch den Einsatz des oben erläuterten digitalen Geländemodells ist es unserem Büro möglich beliebige Massen über beliebigen Horizonten zu ermitteln. Neben den Ermittlungen im Verkehrswegebau betreut unser Büro mehrere Projekte im Kiesabbau, von kontinuierlich in bestimmten Abständen Massen ermittelt werden, wie auch in der Deponievermessung. Zur Vereinheitlichung der Bauabrechnung wurde die "Regelungen für die elektronische Bauabrechnung (REB)" von der Forschungsgesellschaft für das Straßenwesen e.V. herausgegeben. Im Folgenden soll kurz der Datenfluss von der Geländeaufnahme bis zur Erdmassenberechnung dargestellt werden.

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